Auf dem Tagesplan stand heute wieder die Suche nach einer automatisierten Lösung, um möglichst viel Hardwareinformationen auf Knopfdruck von ausgewählten Servern zu erhalten. Irgendwann habe ich mich dann etwas mehr mit Perl beschäftigt, da man mit dieser Programmiersprache angeblich vieles schnell und einfach lösen kann. Andere vielleicht, ich jedoch nicht. Ich weiß nicht warum, aber die Sprache scheint mich nicht zu mögen. Jede winzige Zeile Code hatte mindestens ein Fehler drin.
Zum Mittagessen mussten wir heute die Firma mal nicht verlassen. Die Geschäftsleitung hatte Pizza für alle spendiert. Nach der kurzen Mittagspause ging es wieder weiter mit Perl, allerdings ohne nennenswerte Besserung was den Erfolg anbelangt. Ich hab es dann einfach sein gelassen da ich doch recht frustriert war (
) und bin lieber mal früher aus der Firma verschwunden. Mittlerweile sind über 5 Wochen hier in Amerika vergangen und ich war noch nicht beim Friseur. Gott sei Dank gibt es kaum Bilder von mir, denn die wären derzeit wirklich nicht schön
Habe also beschlossen, endlich mal einen Friseur hier aufzusuchen. Hab dazu Michael gefragt, zu welchem er immer geht. Es gibt in der Nähe wohl eine deutschsprachige Türkin, welche einen kleinen Friseursalon besitzt. Allerdings ist die gute Dame immer recht ausgebucht und auf eine Warterei weitere zwei Wochen hatte ich keine Lust.
Bin dann spontan nach Feierabend zu einem anderen Salon in der Nähe vom Walmart gefahren. Hier kam ich auch nicht direkt dran, allerdings war ein Termin in 40 Minuten frei. Der Empfang – ja, hier gab es einen richtigen Empfang – sah schon mal recht vielversprechend aus und die 2 Damen hinterm Tresen haben einiges her gemacht
Den Termin hab ich dann auch direkt genommen und bin in der Zwischenzeit noch mal einkaufen und im Apartment gewesen. Nach ungefähr 35 Minuten ging es dann also wieder zurück in den Salon. Die fest zugeteilte Angestellte war noch nicht fertig, so dass ich vorne noch ungefähr 3 Minuten Platz genommen habe. Dann kam sie auch schon – Hui, hab ich mir gedacht
Sie hat sich vorgestellt (Erin heißt die Gute) und mich dann zum Platz begleitet. Als sie sich bei mir erkundigen wollte, was genau gemacht werden sollte, hat sie recht schnell gemerkt dass ich nicht aus Amerika komme und die nette Unterhaltung konnte beginnen. Erst waschen, dann schneiden, dann noch mal waschen. Sonst find ich Friseurbesuche ja eher langweilig und auf das Gesabbel leg ich dabei meistens nicht so viel Wert, aber hier war es echt interessant. Zugegeben hab ich weniger darauf geachtet was sie mit meinen Haaren anstellt und war mehr damit beschäftigt, sie über den Spiegel anzuschauen und mich zu unterhalten (ich hoffe sie hat mich nicht dabei erwischt wenn meine Augen mal woanders hingewandert sind
) Sie hat mir noch einige Tipps zu Raleigh und Umgebung gegeben, die vielleicht ganz nützlich sein könnten. Denke da muss ich definitiv noch mal vor Abreise hin
Gekostet hat das ganze Programm inklusive (!) Trinkgeld 28 Dollar. Gut, 5 Dollar Trinkgeld war vielleicht etwas überdimensioniert, aber Kopfrechnen war noch nie meine Stärke. Im Vergleich zu Deutschland ist das dann aber doch ein guter Preis, wenn man bedenkt dass 2x Waschen drin war. Das mit dem Trinkgeld machen die dort übrigens ganz witzig. Bezahlt wird auch am Empfang und nicht bei der Angestellten direkt. Abgerechnet wurden offiziell nur die zu zahlenden 23 Dollar. Für das Trinkgeld habe ich so einen kleinen Umschlag bekommen, auf dessen Vorderseite man seinen Namen und den Namen der Angestellten notieren konnte. Trinkgeld rein, Umschlag zu, fertig.
Nach dem doch etwas „anderen“ Friseurbesuch habe ich mich direkt zum Buchladen gemacht, um weiter an meiner Projektarbeit zu schreiben. Hier geht’s eigentlich gut voran, ich denke jedoch, dass ich noch mehr in der Firma direkt schreiben sollte, um mehr Luft zu haben! Wir werden sehen wie es sich die nächsten Tage damit noch entwickelt
Verfasst von martin2506
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