Planung des ersten großen Ausflugs

Juli 3, 2008

Heute war der letzte Arbeitstag der Woche. Warum schon am Donnerstag? Morgen ist der 4. Juli, Tschuldigung, 4th of July, also known as Independence Day, groß gefeierter Feiertag in den Staaten.

Wie die letzten Tage so üblich bin ich gegen 8:30 Uhr in die Firma gefahren. Gleich zu Anfang kam der Geschäftsführer aus Deutschland zu meinem Arbeitsplatz und hat sich etwas mit mir unterhalten. Bisschen Smalltalk über meinen ersten Eindruck in den Vereinigten Staaten, deren Sitten, die Unterschiede und der Lage hier in Amerika. 18 Monate ist es her, als die Geschäftsleitung am Standort Morrisville gewechselt hat. Damals mit 0 Hosting-Kunden, heute 26. Damit hat sich die Frage für mich geklärt, warum hier in letzter Zeit so viele Leute eingestellt worden sind.

Als erstes auf der Tagesordnung stand der Einbau der zwei anderen von mir konfigurierten Server im zweiten Rechenzentrum. Also haben Charlie und ich seinen Ford Focus beladen. Er hat sein Auto am Serviceeingang geparkt und ich dachte ich spinne, als ich sein Nummernschild gesehen habe. Ähnlich wie in Deutschland kann man gegen Aufpreis ein Wunschnummernschild beantragen. Unterschied hier: Man kann das komplette Nummernschild frei wählen; so stand auf dem Nummernschild vom kleinen Ford „Hocus“. Hocus Focus – was für ein Spaß ;-) Jedenfalls das Auto beladen und rüber ging es ins zweite Rechenzentrum. Charlie hat von sich noch 2 Server eingepackt. Er seine zwei verkabelt, ich meine zwei verkabelt. Dann wollten wir noch etwas Material aus dem Nebenraum mit ins Hauptgebäude nehmen, dummerweise war die Tür zu. Charlie gab mir die Schlüssel und ich konnte den Generalschlüssel holen. Juche, endlich mal wieder ein Auto mit manueller Gangschaltung. Das ist hier eher die Seltenheit, umso mehr hat es Spaß gemacht ;-) Als ich im Hauptgebäude angekommen bin, sind die Kollegen gerade auf dem Weg zum Essen gewesen, und ich konnte auf Grund der Arbeit nicht mehr. Mist! Wieder zurückgefahren, Sachen aus dem Raum geholt und mit Charlie zurück ins Hauptgebäude.

Jetzt hab ich mich etwas um die Urlaubsplanung gekümmert, nachdem ich schon mein erstes Wochenende hier in der Umgebung verbracht habe. Am Tag der Unabhängigkeit gibt es wohl überall große Feuerwerke. Die Leute ziehen sich nicht, wie in Deutschland üblich, an Feiertagen zurück, sondern machen dick Halli-Galli und kaufen ein was das Zeug hält, denn die Geschäfte haben geöffnet. Kaufen, kaufen, kaufen und noch mal kaufen – angeblich haben die Amerikaner ja ein großes Problem mit ihren Kreditkarten, die Feiertage sind wohl ein Grund ;-) Zuerst wollte ich an die Ostküste nach Wilmington fahren. Aber aus gegebenen Anlass habe ich mich für die Hauptstadt entschieden. Die Suche nach einer Unterkunft hat sich in Washington D.C. allerdings mehr als schwierig gestaltet. Zugegeben, ich war etwas spät dran. Die billigste Möglichkeit in den USA Unterschlupf zu finden sind die Hostels, also Jugendherbergen. Preise liegen hier zwischen $20 und $30 pro Person. Es waren jedoch nur noch von 6-Mann- bis 10-Mann-Zimmer frei. Darauf hatte ich nun auch keine Lust. Also weiter gesucht. Schnell hat sich das bestätigt, was viele Arbeitskollegen im Voraus gesagt haben: Washington D.C. ist schweine teuer.

Ab 3:00pm habe ich mich dann mit Nadia zusammen auf die Suche nach einer geeigneten Unterkunft begeben. Zwischendrin war die Idee, das Vorhaben doch auf das nächste Wochenende zu verschieben, da hier die Preise wesentlich niedriger sind. Aber dann ohne Feuerwerk? Da muss es doch eine Möglichkeit geben. Nach 1,5 Stunden haben wir dann was passendes gefunden: „The Windsor Inn“ – eine Nacht von Freitag auf Samstag für $89, dafür aber in Fußentfernung zum weißen Haus, mitten im Uni-/Studentenviertel und mit gratis Frühstück und Internetzugang. Versucht mal eine Nacht am 4. Juli zu buchen, Zimmer 106 fehlt, das ist morgen MEINS! Perfekt, die Bude war gefunden ;-) Schnell mit VISA-Karte gebucht und Bestätigung gedruckt. Die restliche Zeit in der Firma habe ich damit verbracht, Kartenmaterial der Gegend zu drucken sowie eine passende Route zu suchen. Morgen werden es wohl 266 Meilen und 4 Stunden Fahrt werden. Feierabend!

Direkt im Apartment angekommen habe ich meinen Hintern wieder ins Auto gesetzt, um Kleinigkeit zu besorgen. Auf der Einkaufsliste standen Essen für die nächsten Tage, Kekse für die Fahrt, Stadtplan, Klopapier. Als erstes habe ich die Bank angesteuert, um das erste Mal in Amerika Geld zu holen. Der Amerikaner ist ja bekanntlich geh-faul, so gibt’s hier seltener normale Geldautomaten oder sogar Schalter, für die man den Laden betreten muss – nein, abgeguckt bei McDonalds gibt’s hier Drive-Trough’s. Sieht aus wie eine Tankstelle, aber anstatt der Tanksäulen stehen da Geldautomaten. VISA-Karten rein, Pin eingetippt und Fragen beantwortet. Was genau gefragt war weiß ich nicht, aber die Begriffe, die Nadia mir gesagt hat, waren dabei, also hab ich einfach die genommen. Irgendwann kam die passende Frage: Wie viel darf’s denn sein? ;-) Das Geld kam raus, die Quittung wurde gedruckt und ich konnte bequem weiter fahren. Eine Ampel weiter wurde das Auto dann voll getankt. Im Gegensatz zum ersten Mal hab ich jetzt beim PrePay-Verfahren zu viel Geld gegeben, also mehr als in den Tank gepasst hat. Das Wechselgeld gab es dann aber anstandslos in Zusammenhang mit der Quittung zurück. Jetzt war es Zeit für Walmart, da es hier günstig Stadtkarten geben soll. Tatsächlich, ich hab alles besorgt bekommen.

Jetzt werde ich mir noch eine Liste erstellen mit Sachen, die ich unbedingt in Washington erledigen muss bzw. anschauen möchte, anschließend noch meinen kleinen Koffer packen und dann ab in die Heia, morgen geht’s für raus ;-)


Here comes the corporate cellpohone

Juli 2, 2008

Heute Morgen bin ich wieder gegen 8:30 Uhr in die Firma gekommen…wen haben wir denn da? Der Geschäftsführer aus Deutschland und der neue Chef der Hosting in Deutschland waren in der Firma. Kurz Smalltalk gehalten und dann ab an den Arbeitsplatz. Auf der Tagesordnung stand heute der Einbau der fertig konfigurierten Server ins Rechenzentrum. Also die Server auf einen Wagen gehieft und ab ins Rechenzentrum. Charlie hat mir da gezeigt wie man die Dinger einbaut und anschließend gescheit verkabelt. Befestigt sind die Server im Rack selbst mit SnapIn-Schienen. Die Server mittels Schienen werden dann in eine Führung geschoben, reingedrückt, und fertig. Kaum vorstellbar, dass nur diese blöden Schienen ganze $400 kosten. HP hat Compaq gekauft und das gibt ihnen die Möglichkeit solche horrenden Preise zu verlangen – naja, ist ja nicht meins, und praktisch ist es. Kurz darauf wurden noch 2 weitere Server eingebaut und verkabelt. Essen waren wir heute wieder bei Randy’s Pizza. Dies mal war ich schlauer und hab gleich 2 Stück von diesen riesen Pizza-Stücken genommen. Mit Drink zusammen nur knapp $6, das finde ich okay. Hab die Leute schon vorgewarnt und gesagt, dass ich das nächste mal die Kamera mitnehmen muss, das glaubt mir sonst keiner ;-) Wieder in der Firma angekommen, lief mir dann der Chef über den Weg und das war eine gute Möglichkeit, noch mal nach einem Handy zu fragen, weil dauerhaft mit dem deutschen Handy hier zu telefonieren wird richtig teuer, und keine Ahnung ob ich dafür das Geld erstattet bekomme. Und siehe da, ich hatte ein Handy in der Hand ;-) War ein Samsung SCH-u740, sogar komplett neu, eingetütet und das ganze PiPaPo war auch dabei. Man kann das Display in 2 Richtung aufklappen, entweder Portrait-Modus wie in normales Klapphandy, oder wie einen Breitbildschirm. Mit der zweiten Varianten hat man eine normale Tastatur frei gemacht, mit der man schneller tippen kann. Praktisch für Nachrichten und Notizen. Ist auf jeden Fall besser mit dem neuen Handy im Gepäck auf Reisen zu gehen, falls doch mal was passiert kann man damit unkomplizierter Leute erreichen. Gleich mal mit Sidd die Nummern ausgetauscht, funktioniert 1A :-) Ach ja, Noten vom letzten Semester sind jetzt endlich im Internet. Wurde ja auch mal Zeit, schließlich ist das Semester schon seit 7 Wochen vorbei. Die Noten sind in Ordnung, bin eigentlich zufrieden ;-) Bilder:


Hello Mr. Sheriff

Juli 2, 2008

Jetzt kurz vor dem Schlafen bin ich noch mal auf den Balkon gegangen. Der Sheriff fuhr vor und hielt vor den Briefkästen, die sich auch unmittelbar vor meinem Balkon befinden. Hab dann mal einen genaueren Blick in das Auto werfen können. Sah so aus, als wenn ein Laptop auf dem Beifahrersitz oder auf der Konsole befestigt war. Wozu das Ding wohl gut ist? Muss mir sowas bei Gelegenheit noch mal genauer anschauen, aber jetzt geht’s erst mal ins Bett ;-)


Sweet Home Alabama…

Juli 1, 2008

Es gibt tolle Neuigkeiten. Gestern angedeutet und heute Tatsache: Mitte Juli geht es für ein paar Tage nach Alabma. Ein Kunde dort migriert seine komplette IT-Infrastruktur und welchen kleinen Helfer nehmen wir mit? Richtig, den BA-Studenten. Die Gegend soll wohl tot sein, rund um den Standort kaum eine größere Stadt, 30 Minuten entfernt unsere Unterkunft in „Little Rock“, Hauptsache wir verdoppeln dort nicht die Einwohnerzahl wenn wir da zu viert die Downtown stürmen ;-)

Nach Ankunft im Apartment gleich mal nach Hause telefoniert und anschließend mit dem Kaufwillen ins BrierCreek Shopping Center. Bei DICKs Sporting Goods habe ich nichts gekauft, aber einige Sachen im Hinterkopf behalten. Hier gab es tolle Lauf-Klamotten und das ein oder andere nette T-Shirts. Eins habe ich anprobiert, war aber zu groß und kleiner gab’s das leider nicht. Jetzt bin ich noch in Richtung ROSS: Dress For Less gestiefelt um zu gucken, was es hier zu holen gibt. Tatsache war, dass der Land recht groß und die Gänge zwischen den Kleiderständern eng waren, aber die Ware darauf war gut. Markenklamotten soweit das Auge reicht, und die Preise deutlich unter dem Marktpreis bei uns in Deutschland. Hab ein paar Sachen mit in die Umkleide genommen und mich am Ende für ein Tommy Hilfiger Polo-Shirt entschieden. Hat lediglich $19.99 gekostet, mit Sales Tax bin ich dann knapp über $21 leichter und ein Polo-Shirt reicher zurück zum Apartment gefahren. Werde jetzt aber erst mal nicht mehr viel kaufen, da ich hier hauptsächlich auf das große Shopping-Outlet-Center in Smithfield hoffe.


Erste Jogging-Tour und Wasch-Session

Juni 30, 2008

Auch dieser Montag geht jetzt bald zu Ende. Ich war noch mal bei LowesFood und habe dort recht viele Sachen eingekauft. Wie immer war das Personal verdammt freundlich. Da ich nach dem Einkauf noch joggen wollte, hatte ich die Klamotten schon mal angezogen. Ich stand also vor der riesen Auswahl an Cola-Sorten, und da wurde ich auf Grund meiner Kleidung von einem Typen angesprochen. Er hat gefragt, ob ich direkt auf’m Sprung zum Sport bin. Hat gefragt, was ich so mach, woher ich komm’ und was für Sport ich so treibe. Er ist auch neu und vergeblich auf der Suche nach Leichtathletik Kompanen. Damit konnte ich ihm natürlich nicht dienen. Anschließend noch etwas Smalltalk über die UEFA Europameisterschaft gehalten und dann weiter eingekauft – sein falsches Mitleid für Deutschland hätte er sich allerdings sparen können ;-)

Wieder zu Hause angekommen konnte ich die gewaschene Wäsche aus der Waschmaschine holen. War die erste Wäsche hier und ich war gespannt, ob ich die Sachen danach noch benutzen konnte. Aber der erste fachmännische Blick brachte Erleichterung. Jetzt den ganzen Krempel in den Trockner gesteckt (ja, aufhängen war gestern, die Bude hat ein Wäschetrockner ;-) ) und auf ging es zum joggen. Bin völlig planlos gestartet und wollte erst mal nur was von der Community hier sehen. Es ist schon der Wahnsinn, was hier für Bauten und für Autos in der Front stehen. Muss nächstens die Kamera mal mitnehmen und Bilder machen. Nach 45 Minuten bin ich dann wieder im Apartment angekommen. Dachte die schwüle Luft würde mir mehr zu schaffen machen, aber so schlimm war es gar nicht ;-) Noch anschließend die Wäsche aus dem Trockner geholt. Hee, der Wahnsinn sag ich euch. Ich hab mich ja mental auf die Bügellei eingestellt, aber das war unnötig. Die Wäsche kam so schön weich und glatt aus dem Trockner. Zusammengelegt, in den Schrank, und Feierabend ;-)


Unspektakulärer Wochenstart

Juni 30, 2008

Recht unspektakulärer Wochenstart war das heute. Zuerst habe ich mit Carl das Missverständnis gestern geklärt. Sein Besuch ist wohl länger als erwartet geblieben, aber er war mir nicht böse. Werden die kommende Zeit aber noch andere Sachen unternehmen, und da freu ich mich drauf.

Zum Mittag bin ich zum ersten Mal mit Arbeitskollegen in die „Kantine“ gefahren. Das Büro Gebäude in dem ich arbeite, hat selbst keine. Aber keine 3 Meilen entfernt, gibt es ein kleineres Shopping Center mit einigen Restaurants, unter anderem mit Randy’s Pizza, wo sehr viele Leute vom Büro täglich essen. Hab mir erst mal erklären lassen, was ich hier für Kombinationsmöglichkeiten habe. Am Ende wurde es dann ein Tagesangebot. Ein Stück Pizza der Chicken-Barbecue und dazu ein Getränk, gekostet hat mich der Spaß $3.99 plus Sales Tax, war dann knapp über $4. Geschmeckt hat es richtig, richtig gut und wohl gesättigt ging es dann zurück an die Arbeit – da müssen wir definitiv öfters hin ;-)

Michael hat mich heute noch im Laufe des Tages gefragt ob ich Interesse daran hätte, mit einigen Kollegen nach Alabama zu einem Kunden zu fahren. Mit breitem Grinsen hab ich das natürlich bejaht, wer will nicht auf fremde Kosten die USA per Flieger erkunden ;-) Bin mal gespannt, wann die Aufgaben definiert und Details bekannt gegeben werden.


USA Baby!!

Juni 22, 2008

Das war sie also, die erste Nacht in diesem riesigen Bett. Musste leider zwischendrin um 6:00Uhr aufstehen, damit ich pünktlich mein Antibiotika nehmen konnte.

Hab jetzt erst mal geschaut ob in dem W-Lan auch alle für VoIP nötigen Ports offen sind, damit ich mit meiner Festnetznummer telefonieren kann. Juchu, funktioniert. Also erst mal in Deutschland angerufen um zu berichten, dass alles gut gelaufen ist. Am frühen Nachmittag musste ich mich dann auf den Weg machen um Essen zu besorgen, bis auf kleine Snacks war in der Wohnung nämlich nichts. Rin in’s Auto und auf zum Walmart…sollte man denken. Wo war er hin? Bin das Shopping Center einmal hoch und einmal runter abgefahren, aber irgendwie war der Walmart weg. Komisch, gester war er noch da. Ich also wieder zurück ins Apartment um Mr. Google zu fragen, wo dieser blöde Walmart ist. Ahhhhh…das Shopping Center geht hinter einer großen Hauptverkehrsstraße weiter. Das muss mir doch einer sagen, habe da wohl geträumt als Ryan den Weg gefahren ist. Zweiter Versuch. Da war, der lang ersehnte Walmart. Mit Einkaufswagen und Einkaufsliste bestückt, ging es also zum ersten Mal einkaufen. Aber mal eben 10 Minuten hin und wieder raus war nicht. So ein riesen Einkaufsmarkt habe ich in meinem Leben noch nicht gesehen. Bis ich die ersten Punkte von meiner durchschnittlichen Einkaufsliste hatte, verging einige Zeit. Hochgerechnet wäre ich in zwei Wochen nicht fertig gewesen, aber man hatte schnell Übung ;-)

Wieder im Apartment angekommen musste ich erst mal den Backofen einweihen, Pizza stand auf der Speisekarte. Zugegeben, die Pizza hat Kacke geschmeckt. Abends fing’ es an zu regnen und ich hab mich dann noch mal ins Auto gesetzt, um den Weg zur Firma abzufahren und Routine zu bekommen. Nach einigen verpassten Ausfahrten und Umwegen war ich da: Morrisville, 430 Davis Drive, North Carolina. Kurz das Gebäude angeschaut, Bilder gemacht und wieder heim gefahren. Hier noch etliche Male verfahren, aber irgendwann dann auch angekommen.

Die Wohnung befindet sich gleich um die Ecke vom Airport, maximal 8 Minuten mit dem Auto entfernt. Aber die Lautstärke hält sich in Grenzen. Schlimmer sind da die Frösche. Ja, Frösche! Vor dem Haus ist ein kleiner See, Tümpel, Pfütze, whatever. Fernseher im Apartment funktionieren nicht (ja, Mehrzahl, Schlafzimmer UND Wohnstube, Baby ;-) ), da keine Kabel angeschlossen waren. Internet war auch nur über W-Lan möglich, da die RJ45-Buchse hinter dem Fernseher nicht funktionierte und es keine andere Anschlussmöglichkeit gab. Aber ich kann morgen noch in der Firma fragen, wie das funktioniert um warum keine Kabel da sind.

Jetzt erst mal den Abend gescheit ausklingen lassen ;-)

Bilder:


Alle Flieger gehen hoooooch!

Juni 21, 2008

Der Tag um endlich die Biege zu machen war gekommen: SAMSTAG :-)

Janina und ich sind zeitig aufgestanden, um ja nicht in Zeitnot zu geraten. Also aufgestanden und gefrühstückt. Nach der Hälfte vom Müsli musste ich kapitulieren, ich hab keinen Bissen mehr runter bekommen. Irgendwie war mir schlecht, wahrscheinlich vor Aufregung. Der Wohnung Tschüss gesagt und auf ging es in Richtung Straßenbahn 9. Am HBF angekommen hatten wir noch etwas Zeit. Gott, war das voll. Warum fahren die Leute Samstag Morgen alle mit dem Zug? Okay, den Koffern nach aus dem selben Grund wie ich ;-) Einen Sitzplatz haben wir im ICE nicht mehr bekommen, aber der Zug fuhr eh nur knapp über 30 Minuten.

Am Flughafen angekommen, haben wir erst mal eine Infotafel gesucht um überhaupt zu wissen, wo man zu den US Airways Flügen eincheckt. Also auf zum Terminal und anstellen. Ein Arbeitskollege stand nur 4 oder 5 Plätze weiter vorne in der Schlange, war also nicht allein unterwegs :-) Die gute Dame am Schalter hat dann mein Gepäck aufgenommen, das Security-Personal dann noch ein paar Fragen gestellt. Das Gepäck war ich von nun an schon mal los und meine Tickets hatte ich in der Hand, ich bin also bereit für den Abflug. Es war noch knapp über eine Stunde Zeit, also haben wir uns noch in ein Cafe am Flughafen gesetzt. Irgendwann war es dann an der Zeit, sich von Janina zu verabschieden und das Gate aufzusuchen, wollte schließlich noch etwas zu Trinken im DutyFree Shop kaufen.

Am Gate angekommen wollte ich Bilder machen – das gab erst einmal Anpfiff vom Personal. Woher sollt’ ich wissen, dass man keine Bilder machen darf? Oder Schild übersehen? – Egal, Bilder waren schnell gelöscht. Anschließend ging es in eine Wartehalle, wo relativ viele Leute gewartet haben. Irgendwann wurde dann meine Zone aufgerufen, die auf dem Ticket vermerkt war. Also auf zum Flugzeug, um dort die Stewardessen zu „empfangen“ ;-) Platz war schnell gefunden, meine Nachbarin saß schon, ich schätze sie war knapp über 40 Jahre alt, ihre Kinder und ihr Mann saßen eine Reihe vor uns – da hat wohl jemand zu spät gebucht ;-) Irgendwann wurden wir alle höflich aufgefordert, uns anzuschnallen – der Flieger ist zur Startbahn gerollt und dann ging es auch schon los. Mal ganz im Ernst: Dafür, dass ich mir im Voraus so eine Platte gemacht habe, war alles ein Witz. Hat ein bisschen gewackelt und dann waren wir in der Luft, ganz unspektakulär.

Der Flug an sich war recht entspannt. Die Leute kamen verdammt oft mit ihrem Wägelchen vorbei gerollt um uns mit Getränken und Essen zu versorgen. Fing an mit ein paar Brezeln und der ersten Coke – wohl gemerkt aus der Dose – Amerika ich komme :-) Als Mittagessen hatte man die Wahl zwischen Lasagne und Hühnchenfleisch. Da mir Nudeln mittlerweile zum Halse raushängen, hab ich, wie sich am Ende herausstellte, die richtige Wahl getroffen und das Hühnchenfleisch genommen. War richtig lecker. Mein Chef in Amerika hat mir zwar empfohlen viel zu schlafen, aber dafür war ich dann doch zu aufgedreht. Nachdem ich mir Kopfhörer für $5 besorgt hatte, hab ich mit „American Gangster“ angefangen. Glaube zwischenzeitlich hab ich kurz gepennt, vielleicht fand’ ich den Film auch deshalb Kacke. Irgendwann mittendrin wurden dann die ganzen Formulare verteilt, die für die Einreise in die USA nötig waren. Hatte zum Glück etwas weniger als die meisten Touristen, da ich im Gegensatz zu ihnen mit Visum einreise. Also schnell ausgefüllt und nach einem weiteren Film gesucht. Irgendwann hatte ich dann „Der Krieg des Charlie Wilson“ und „PS: Ich liebe Dich“ in die engere Wahl geschlossen. Mir egal was ihr von mir haltet, ich hab den letzteren geschaut. Nach etlichen Getränken und Smalltalk mit der Nachbarin, waren wir dann nach knapp 9 Stunden in Charlotte angekommen, 30 Minuten zu früh.

Als erstes muss man als Ausländer am Security Officer vorbei. Hab einen Netten erwischt. Er hat sich mein Pass angeschaut und alles wild abgestempelt. Anschließend nur gefragt wie lang ich bleibe, wo ich wohne und ob ich schon mal in den United States war. Er hat mir noch einen schönen Aufenthalt gewünscht und dann konnte ich zu meinem Gepäck. Hat eine Ewigkeit gedauert bis es auf dem Band war, aber immerhin kam es an. Ich wurde weder vom Immigration Officer noch vom Zoll kontrolliert, und konnte mein Gepäck also gleich wieder aufgeben. Was mich etwas gewundert hatte war, dass ich hier nicht für das zweite Gepäckstück zahlen musste. Normalerweise ist der zweite Koffer nur bei Flügen aus Europa kostenlos, nicht aber bei US Inlandsflügen. Aber das sollte mich nicht weiter stören ;-)

In Charlotte am Flughafen hab ich erst mal den Weg nach draußen gewagt. Bumm – Brett vor’m Kopf. Was für eine schwüle, heiße Luft. Das konnte ja was werden, die 9 Wochen lang. Hab mich also schnell wieder in den Flughafen gestürzt um dort erst mal Starbucks aufzusuchen. Musste dringend was essen und hab mir dann gleich ein Kaffee gegönnt. $5 sind für einen großen Kaffee und ein Crossaint am Flughafen echt billig. Paar Bilder vom Flughafen gemacht und dann ging meine Reise zum Terminal, wo ich das zweite Mal für den Tag einchecken musste. Diesmal ging es schneller, da die Maschine kleiner war und demnach weniger Leute an Board waren. Bis eine viertel Stunde vor Abflug hat sich nichts getan, konnte also schon davon ausgehen, dass der Flug Verspätung haben wird. Ryan, der Arbeitskollege der mich vom Zielflughafen abholen sollte, hab ich also rechtzeitig Bescheid gegeben, dass es mindestens eine halbe Stunde später wird. Aber irgendwann ging es auch hier los. Die Maschine war vieeeeeel kleiner als die vom Übersee Flug, aber die eine (!) Stewardess hat alles wieder gut gemacht – ich will nicht wissen wie alt sie war, vielleicht erst Mitte 20, aber alter Schweder, hier bin ich richtig. Die Ankunft am „International Airport Raleigh – RDU“ war dann ein Kinderspiel, und irgendwann hat mich Ryan dann angesprochen. Jetzt wurde es also ernst, Englisch sprechen war angesagt.

Wir sind mit Sack und Pack zu seinem Auto und haben uns auf den Weg zur Firma gemacht, denn hier stand mein neuer Flitzer für die nächsten 9 Wochen. Dort also angekommen, hat hier ein silberner Ford Focus auf mich gewartet, echt schickes Auto. Wir sind dann in Kolonne Richtung Apartment gefahren. Oh mein Gott, die ganzen neuen Schilder, die irreführende Verkehrsführung, Ampeln hinter (!) der Kreuzung, und ein Automatikauto, prima. Umso näher wir Richtung Apartment gekommen sind, umso schneller war mir bewusst, in was für einer Gegend ich wohnen werde. Einfach nur geil. Anschließend sind mir mit seinem Auto durch das nahe gelegene Shopping Center gefahren. Nun wusste ich, wo der Walmart ist, der hier 24/7 geöffnet hat. Aber die Amerikaner scheinen den ganzen Tag nichts anderes zu machen als Essen fassen…ein Restaurant nach dem Anderen. Ich muss bei Gelegenheit mal Bilder davon machen.

Wie ihr seht, funktioniert das W-Lan auch bestens ;-) Jetzt erst mal gucken wer online ist und dann schlafen ;-)

Bilder: