Das auschecken verlief problemlos und ich hab noch mal die Abschlussrechnung vom Hotelpräsentiert bekommen. Also Koffer und Laptop schnell in den Kofferraum vom Auto gepackt, und mit Rucksack und Kamera bestückt, bei leichtem Regen, um 10.30am auf in die Stadt.
Erstes Ziel war, wie gestern auch schon, das Weiße Haus. Vielleicht war es ja diesmal nicht mehr komplett abgesperrt, so dass man ein oder zwei Bilder machen kann. Und tatsächlich, die Zäune waren weg und Menschenmassen sind in eine Richtung gegangen. Denen unauffällig gefolgt standen irgendwann viele Leute vor dem Zaun, alle mit dem Ziel Bilder zu machen. Wenn man das Gelände nicht betritt, ist das der beste Punkt, um einen Blick auf die Vorderseite zu bekommen. Um auf das Gelände drauf zu kommen, muss man sich im Besucherzentrum anmelden. Es gibt ein bestimmtes Kontingent an Karten und die sollen meistens schon recht früh weg sein (das Besucherzentrum macht um 7.00am auf!!!)
Jetzt hab ich mich auf den Weg zu einer Metro-Station gemacht um mit der Metro zum „Arlington National Cemetery“ zu kommen. Dort angekommen, wollte ich erst mal best-möglich mein Kleingeld loswerden und hab den Fahrkartenautomat damit gefüttert, leider hat er die 5 und 1 Cent-Stücke nicht gemocht. Nachdem die $7.80 drin fahren, kam auch schon mein Tagesticket raus. Gleich neben dem Automat gab es Kartenmaterial damit ich wusste, in welche Richtung ich fahren muss. Nach 8 Minuten kam auch schon die passende Bahn und nach knapp 15 Minuten Fahrzeit war ich dann da. Mal wieder der Masse gefolgt, ging es zuerst zum Besucherzentrum, wo man kostenlos Kartenmaterial bekommen hat. Hab mich erst gewundert wofür das gut sein soll, aber am Ende war ich froh, dass ich eine Karte dabei hatte. So ein riesen Gelände, der Wahnsinn. Die Ruhestätten der zahlreichen Soldaten sehen aus wie man sie aus dem Fernsehen kennt. Einheitliche Grabsteine und alle perfekt ausgerichtet. Ich hab oben auf der Karte mit der Nummer 1 angefangen und bin zum Grab von John F. Kennedy gegangen. Ein bisschen unheimlich war das irgendwie schon, auf dem Friedhof rumzumarschieren um sich eine „Sehenswürdigkeit“ anzuschauen. Irgendwann war man dann auf einer relativ hohen Erhebung, von wo aus man einen mittelmäßigen Blick auf Washington Downtown hatte. Mittelmäßig deshalb, da die Luft noch etwas diesig war (auch wenn der Regel aufgehört hat). Wenn es klar ist, muss der Ausblick toll sein. Nach einigen anderen Punkten und wieder mindestens 2 Meilen zu Fuß, hab ich mich auf den Rückweg gemacht. Eine Station weiter war nämlich direkt das Pentagon. Hier sind wesentlich weniger Leute ausgestiegen. Warum? Weil’s hier nichts zu sehen gab. Direkt am Anfang viele Schilder die darauf deuteten, dass das Fotografieren verboten ist. Nach ein paar Metern Fußweg hat man gesehen, dass der Ort für Besucher nicht ausgelegt war. Außer einer Seite vom Pentagon hat man nichts gesehen. Das nenn’ ich mal einen Schuss in den Ofen!
Jetzt ging es mit einer anderen Bahnlinie in die Stadt zurück. Bin in einer Stadthalle ausgestiegen da ich dachte, hier steppt der Bär. Aber auch dort war es Still, fast alle Geschäfte hatten zu und mein Magen hat geknurrt. Der erst-beste Futterschuppen war ein, ja was war es überhaupt, keine Ahnung, aber es gab’ Hot-Dogs. Davon einen bestellt, verputzt und weiter in die Stadt.
Jetzt wollte ich ins „National Air And Space Museum„. Die Schlange davor sah recht lang’ aus, aber da im Eingang nur die Rucksäcke kurz durchleuchtet worden sind, war ich ruck zuck drinnen. Hier konnte man von Raum zu Raum stiefeln, wobei jeder Raum ein anderes „Thema“ hatte. Man hatte die Möglichkeit, durch teilweise nachgebaute, teilweise originale Flugzeuge zu gehen. Des Weiteren gab es viele Modelle, interaktive Informationen und so weiter und so fort. Wenn man wirklich interessiert ist, kann man dort sicher mehr als einen halben Tag verbringen, ich war jedoch nach etwas über einer Stunde schon wieder draußen. Leider fährt in der Nähe von der „National Mall“ keine U-Bahn, so dass ich wieder dort langlatschen durfte. Hab’ mich schon gestern gewundert, warum viele Leute mit einem „I love DC“ T-Shirt rumgelaufen sind. Den Grund fand’ ich bei meinem Fußweg heraus. Irgendwo waren Stände, wo diese T-Shirts verkauft worden sind. 1 T-Shirt $4, 3 für $10. Also hab ich mir mal eben 3 T-Shirts gekauft. Eins für meine Nichte im Miniformat, und 2-mal Größe M. Ob ich davon eins verschenke oder beide behalte, werde ich sehen. Nun wollte ich mit dem Fahrstuhl hoch in die Spitze vom „Washington Monument“. Es war kurz nach 4pm und auf den Schildern stand, dass man dort nur bis 5pm reinkommt. Mit der Schlange, die davor war, hätte das sicher nicht gereicht, und für ne Abfuhr hatte ich keine Lust mich da anzustellen.
Jetzt wieder eine U-Bahn Station gesucht (denn ich wollte das Tagesticket auch nutzen) und direkt in die Stadtmitte gefahren. Dort habe ich dann irgendwo „Eat – Food Hall“ gelesen. Da ich eh immer Hunger hab, hat sich das toll angehört. Also danach gesucht und einen Block weiter auch direkt gefunden. Die „Food Hall“ ist der untere Teil vom einem Büro-Gebäude, wo verschiedene Nationalitäten oder Restaurant-Ketten vertreten sind. Hab dort ein Sandwich gegessen, was etwas an Subway erinnert hat. Bestellt hatte ich ein „Chicken Honey-Mustard“ Sandwich im Vollkornbrot. Hat super geschmeckt. Da wieder raus und zur nächsten U-Bahn Station.
Wieder in die U-Bahn eingestiegen ging es jetzt noch einmal „United Station„, wo ich gestern schon kurz war. Hatte zwar keinen Hunger mehr, aber ich wollte mir trotzdem noch mal alles im Detail anschauen. Bild hier gemacht, Bild da gemacht, und irgendwann nicht mehr wirklich Lust gehabt. Da es jetzt schon 5.26pm war, hab ich mich auf den Rückweg begeben. Noch einen Kaffee bei Starbucks für die Fahrt geholt und die Reise nach North Carolina zurück konnte beginnen. Die Straßen, die gestern noch gesperrt waren, waren heute zum Glück wieder frei. So musste ich nicht den Umweg von gestern fahren und konnte direkt zur Autobahn, wie im Routenplaner angeben.
Das Fahren war eigentlich genauso entspannt wie gestern, das Tempomat hat die meiste Arbeit abgenommen
Bin als erstes wieder bei Dunkin Donuts ran, da die Dinger echt süchtig machen (mir fällt gerade beim Schreiben auf, wie ungesund ich mich eigentlich „ernähre“. Aber ist ja Urlaub
) Davor erst mal getankt. Hab wieder vorbezahlt und $40 angegeben. Im Tank war nicht mal mehr ganz ein Viertel. Und ob ihr’s glaubt oder nicht, bei $39.50 ging vorerst nichts mehr rein, voll. Also den Sprit etwas sacken lassen und die letzten 50 Cent reingequetscht. Musste also nur noch für die Quittung rein und konnte endlich zum geliebten Donut Laden.
Wieder auf dem Highway wurde das Wetter immer schlechter und die ersten Tropfen kamen runter. Irgendwann wurde es dann ein richtig starkes Gewitter, was sich bis nach Raleigh durchgezogen hat. Zwischendrin war es so heftig, dass der komplette Highway-Verkehr „nur“ mit etwa 30 MPH gekrochen ist. So bin ich erst 11.30pm in meinem Apartment angekommen, also mit Pause ganze 5 Stunden unterwegs gewesen! Aber lieber heil ankommen als gar nicht. Jetzt bin ich relativ müde und mag einfach nur noch in mein Bett. Mal gucken wann ich morgen wach bin und was dann ansteht. An der Tür hing heute Abend ein Brief, in dem der Code für den Pool stand und ein Zugangskey, für was auch immer. Jetzt kann ich also auch spät abends noch mal in den Pool hüpfen, falls mir danach sein sollte
Verfasst von martin2506
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