Tag 2 in Washington und Heimfahrt

Juli 5, 2008

Das auschecken verlief problemlos und ich hab noch mal die Abschlussrechnung vom Hotelpräsentiert bekommen. Also Koffer und Laptop schnell in den Kofferraum vom Auto gepackt, und mit Rucksack und Kamera bestückt, bei leichtem Regen, um 10.30am auf in die Stadt.

Erstes Ziel war, wie gestern auch schon, das Weiße Haus. Vielleicht war es ja diesmal nicht mehr komplett abgesperrt, so dass man ein oder zwei Bilder machen kann. Und tatsächlich, die Zäune waren weg und Menschenmassen sind in eine Richtung gegangen. Denen unauffällig gefolgt standen irgendwann viele Leute vor dem Zaun, alle mit dem Ziel Bilder zu machen. Wenn man das Gelände nicht betritt, ist das der beste Punkt, um einen Blick auf die Vorderseite zu bekommen. Um auf das Gelände drauf zu kommen, muss man sich im Besucherzentrum anmelden. Es gibt ein bestimmtes Kontingent an Karten und die sollen meistens schon recht früh weg sein (das Besucherzentrum macht um 7.00am auf!!!)

Jetzt hab ich mich auf den Weg zu einer Metro-Station gemacht um mit der Metro zum „Arlington National Cemetery“ zu kommen. Dort angekommen, wollte ich erst mal best-möglich mein Kleingeld loswerden und hab den Fahrkartenautomat damit gefüttert, leider hat er die 5 und 1 Cent-Stücke nicht gemocht. Nachdem die $7.80 drin fahren, kam auch schon mein Tagesticket raus. Gleich neben dem Automat gab es Kartenmaterial damit ich wusste, in welche Richtung ich fahren muss. Nach 8 Minuten kam auch schon die passende Bahn und nach knapp 15 Minuten Fahrzeit war ich dann da. Mal wieder der Masse gefolgt, ging es zuerst zum Besucherzentrum, wo man kostenlos Kartenmaterial bekommen hat. Hab mich erst gewundert wofür das gut sein soll, aber am Ende war ich froh, dass ich eine Karte dabei hatte. So ein riesen Gelände, der Wahnsinn. Die Ruhestätten der zahlreichen Soldaten sehen aus wie man sie aus dem Fernsehen kennt. Einheitliche Grabsteine und alle perfekt ausgerichtet. Ich hab oben auf der Karte mit der Nummer 1 angefangen und bin zum Grab von John F. Kennedy gegangen. Ein bisschen unheimlich war das irgendwie schon, auf dem Friedhof rumzumarschieren um sich eine „Sehenswürdigkeit“ anzuschauen. Irgendwann war man dann auf einer relativ hohen Erhebung, von wo aus man einen mittelmäßigen Blick auf Washington Downtown hatte. Mittelmäßig deshalb, da die Luft noch etwas diesig war (auch wenn der Regel aufgehört hat). Wenn es klar ist, muss der Ausblick toll sein. Nach einigen anderen Punkten und wieder mindestens 2 Meilen zu Fuß, hab ich mich auf den Rückweg gemacht. Eine Station weiter war nämlich direkt das Pentagon. Hier sind wesentlich weniger Leute ausgestiegen. Warum? Weil’s hier nichts zu sehen gab. Direkt am Anfang viele Schilder die darauf deuteten, dass das Fotografieren verboten ist. Nach ein paar Metern Fußweg hat man gesehen, dass der Ort für Besucher nicht ausgelegt war. Außer einer Seite vom Pentagon hat man nichts gesehen. Das nenn’ ich mal einen Schuss in den Ofen!

Jetzt ging es mit einer anderen Bahnlinie in die Stadt zurück. Bin in einer Stadthalle ausgestiegen da ich dachte, hier steppt der Bär. Aber auch dort war es Still, fast alle Geschäfte hatten zu und mein Magen hat geknurrt. Der erst-beste Futterschuppen war ein, ja was war es überhaupt, keine Ahnung, aber es gab’ Hot-Dogs. Davon einen bestellt, verputzt und weiter in die Stadt.

Jetzt wollte ich ins „National Air And Space Museum„. Die Schlange davor sah recht lang’ aus, aber da im Eingang nur die Rucksäcke kurz durchleuchtet worden sind, war ich ruck zuck drinnen. Hier konnte man von Raum zu Raum stiefeln, wobei jeder Raum ein anderes „Thema“ hatte. Man hatte die Möglichkeit, durch teilweise nachgebaute, teilweise originale Flugzeuge zu gehen. Des Weiteren gab es viele Modelle, interaktive Informationen und so weiter und so fort. Wenn man wirklich interessiert ist, kann man dort sicher mehr als einen halben Tag verbringen, ich war jedoch nach etwas über einer Stunde schon wieder draußen. Leider fährt in der Nähe von der „National Mall“ keine U-Bahn, so dass ich wieder dort langlatschen durfte. Hab’ mich schon gestern gewundert, warum viele Leute mit einem „I love DC“ T-Shirt rumgelaufen sind. Den Grund fand’ ich bei meinem Fußweg heraus. Irgendwo waren Stände, wo diese T-Shirts verkauft worden sind. 1 T-Shirt $4, 3 für $10. Also hab ich mir mal eben 3 T-Shirts gekauft. Eins für meine Nichte im Miniformat, und 2-mal Größe M. Ob ich davon eins verschenke oder beide behalte, werde ich sehen. Nun wollte ich mit dem Fahrstuhl hoch in die Spitze vom „Washington Monument“. Es war kurz nach 4pm und auf den Schildern stand, dass man dort nur bis 5pm reinkommt. Mit der Schlange, die davor war, hätte das sicher nicht gereicht, und für ne Abfuhr hatte ich keine Lust mich da anzustellen.

Jetzt wieder eine U-Bahn Station gesucht (denn ich wollte das Tagesticket auch nutzen) und direkt in die Stadtmitte gefahren. Dort habe ich dann irgendwo „Eat – Food Hall“ gelesen. Da ich eh immer Hunger hab, hat sich das toll angehört. Also danach gesucht und einen Block weiter auch direkt gefunden. Die „Food Hall“ ist der untere Teil vom einem Büro-Gebäude, wo verschiedene Nationalitäten oder Restaurant-Ketten vertreten sind. Hab dort ein Sandwich gegessen, was etwas an Subway erinnert hat. Bestellt hatte ich ein „Chicken Honey-Mustard“ Sandwich im Vollkornbrot. Hat super geschmeckt. Da wieder raus und zur nächsten U-Bahn Station.

Wieder in die U-Bahn eingestiegen ging es jetzt noch einmal „United Station„, wo ich gestern schon kurz war. Hatte zwar keinen Hunger mehr, aber ich wollte mir trotzdem noch mal alles im Detail anschauen. Bild hier gemacht, Bild da gemacht, und irgendwann nicht mehr wirklich Lust gehabt. Da es jetzt schon 5.26pm war, hab ich mich auf den Rückweg begeben. Noch einen Kaffee bei Starbucks für die Fahrt geholt und die Reise nach North Carolina zurück konnte beginnen. Die Straßen, die gestern noch gesperrt waren, waren heute zum Glück wieder frei. So musste ich nicht den Umweg von gestern fahren und konnte direkt zur Autobahn, wie im Routenplaner angeben.

Das Fahren war eigentlich genauso entspannt wie gestern, das Tempomat hat die meiste Arbeit abgenommen ;-) Bin als erstes wieder bei Dunkin Donuts ran, da die Dinger echt süchtig machen (mir fällt gerade beim Schreiben auf, wie ungesund ich mich eigentlich „ernähre“. Aber ist ja Urlaub ;-) ) Davor erst mal getankt. Hab wieder vorbezahlt und $40 angegeben. Im Tank war nicht mal mehr ganz ein Viertel. Und ob ihr’s glaubt oder nicht, bei $39.50 ging vorerst nichts mehr rein, voll. Also den Sprit etwas sacken lassen und die letzten 50 Cent reingequetscht. Musste also nur noch für die Quittung rein und konnte endlich zum geliebten Donut Laden.

Wieder auf dem Highway wurde das Wetter immer schlechter und die ersten Tropfen kamen runter. Irgendwann wurde es dann ein richtig starkes Gewitter, was sich bis nach Raleigh durchgezogen hat. Zwischendrin war es so heftig, dass der komplette Highway-Verkehr „nur“ mit etwa 30 MPH gekrochen ist. So bin ich erst 11.30pm in meinem Apartment angekommen, also mit Pause ganze 5 Stunden unterwegs gewesen! Aber lieber heil ankommen als gar nicht. Jetzt bin ich relativ müde und mag einfach nur noch in mein Bett. Mal gucken wann ich morgen wach bin und was dann ansteht. An der Tür hing heute Abend ein Brief, in dem der Code für den Pool stand und ein Zugangskey, für was auch immer. Jetzt kann ich also auch spät abends noch mal in den Pool hüpfen, falls mir danach sein sollte ;-)


Guten Morgen, Washington

Juli 5, 2008

Heute bin ich tatsächlich wach geworden und vor allem wach geblieben, als mein Wecker um kurz vor 8 geklingelt hat. Hab geduscht und bin dann Richtung Frühstückszimmer gegangen. Hm, da sitzen Leute an einem Tisch, lieber noch mal nachfragen. Also vor zur Rezeption und gefragt, wie das abläuft. Mir wurde gesagt, dass man sich einfach selbst bedient, was auch immer man möchte. Zur Auswahl stand einiges. Bei mir sind es 2 Kaffee, 1 Orangensaft, 2 Toast, 2 Donuts und ein Joghurt geworden. Man hätte auch noch Müsli nehmen können. War wirklich lecker!

Nun werde ich langsam meine sieben Sachen packen um aus dem Hotel auszuchecken. Es regnet leider etwas draußen, weshalb ich wirklich die Metro nehmen werde. Als erstes werde ich den Friedhof ansteuern, auf dem Washington, John und Robert Kennedy und anderen Staatsmänner ihre letzte Ruhe gefunden haben. Danach eine Metro-Station weiter zum Pentagon. Mal sehen wie viel man von außen sieht. Dann geht’s zurück zur National Mall wo ich heute versuchen möchte, ins „Lincoln Memorial“ hinein zu gehen. Wenn das „Washington Monument“ geöffnet hat, werde ich für 50 Cent auch eine Fahrt mit dem Fahrstuhl zur Spitze machen. Aber wie gesagt, alles mit großen Fragezeichen, vielleicht ist es auch noch gesperrt und ich kann es mir nur aus der Nähe – aber von außen – anschauen.


Washington @ Night

Juli 5, 2008

Bin gerade noch mal für einen Augenblick draußen gewesen, da ich noch etwas Hunger hatte. Hab als erstes wieder den BurgerKing angepeilt. Hab mir nen Cheeseburger, eine große Cola und ein Stück Kuchen bestellt. Nebenbei hab ich mir noch mal die Karte von Washington angeschaut, damit ich in etwa weiß, was ich mir morgen noch angucken muss ;-) Mit mal kamen 2 jüngere Mädels in den Laden. Also wer behauptet, dass alle Leute in Amerika dick und hässlich sind, der hat die beiden Mädels nicht gesehen, alter Schwede ;-)

Morgen wird ich hoffentlich früh aufstehen (ohne den Wecker wieder zig mal nach hinten zu stellen), frühstücken, auschecken und mich auf den Weg machen. Zur Wahl stehen eine TrolleyTour, die alle Sehenswürdigkeit in der Stadt abklappert, ein Fahrradverleih um die Ziele mit dem Rad zu erreichen (sind auch durchaus alle in der möglichen Reichweite) und die Metro, also das U-Bahn-Netz von Washington. TrolleyTour ist mit $35 die teuerste Variante und die Busse fahren nur alle 30 Minuten. Fahrradverleih ist mit $25 etwas günstiger, allerdings soll es morgen regnen und ehrlich gesagt bin ich heute so viel gelatscht, dass ich meine Beine jetzt schon kribbeln spür’ und mich dann morgen nicht auf das Fahrrad schwingen muss. Werde also wahrscheinlich die Metro nehmen, welche mit $7.80 für ein Tagesticket auch die günstigste Variante ist.

Zurück nach Raleigh / BrierCreek werde ich fahren, wenn ich fertig bin bzw. keine Lust mehr habe, kann ja Sonntag dann etwas länger schlafen ;-)


Tag 1 in Washington: Independence Day

Juli 4, 2008

Nachdem wir gestern noch glücklicherweise ein passendes Zimmer gefunden haben, ging es heute also nach Washington DC.

Den Wecker hab ich mir auf 4:50 Uhr gestellt, damit ich noch packen kann (natürlich hab ich es nicht wie geplant am Abend zuvor gemacht) und ausreichend Zeit habe. Der Wecker hat geklingelt, aber mein Körper wollte irgendwie nicht aufstehen, so dass ich den Wecker eine Stunde später auf kurz vor 6 gestellt habe. Die Zeit war aber auch nicht human und so bin ich am Ende um 7:21 Uhr aufgestanden. Aber selbst jetzt hatte ich noch die Ruhe weg. In Ruhe gefrühstückt und meine sieben Sachen gepackt. Hab das Auto beladen und das Tacho genullt. Um halb 9 ging es dann los.

Erstes Ziel war der 2 Meilen entfernte Starbucks, um bei der Fahrt ja nicht müde zu werden ;-) Jetzt konnte die Reise beginnen. Tempomat bei 65 MPH rein und entspannen. Und das meine ich wirklich so, die Autofahrt war im Vergleich zu Deutschland ein Traum. Ich schätze, die Geschwindigkeit hat sich von allen Verkehrsteilnehmern mit maximal 5 MPH unterschieden, so dass man kaum die Spur wechseln muss und alles recht gediegen ist. Wenn man dann doch mal etwas schneller als sein Vordermann sein sollte, hat man auf den meist 3 spurigen Highways ja viele Möglichkeiten zu überholen, da rechts überholen hier Gang und Gebe ist. Erster halt war Wendy’s, da der Burger von gestern Mittag echt lecker war und mein Magen etwas brauchte. Irgendwann habe ich North Carolina verlassen und war in Virginia, wo ich 70 MPH fahren durfte. Hier zu Lande sind die Ausfahrtsschilder alle lückenlos mit den Restaurants, Hotels und Tankstellen versehen. Irgendwann kam dann eine Ausfahrt, an der ein Dunkin Donuts Laden war. Da ich es bis jetzt noch nicht geschafft hatte einen zu besuchen, konnte ich mir die Gelegenheit natürlich nicht entgehen lassen. Auch hier gab es dann noch mal 2 Donuts und einen Kaffee.

So langsam aber sicher kam ich Washington DC näher, der Verkehr wurde dichter und die Spuren immer mehr. Hab mich schön an meinen ausgedruckten Routenplan gehalten, bis ich irgendwann auf eine Straße wechseln sollte, die auf Grund des Independence Day gesperrt war. Was nun? Hm, fahren wir mal den anderen hinterher. Irgendwann, so nach 4 bis 5 Meilen, konnte ich ja nicht weiter weg fahren, da ich auch irgendwann mal ankommen wollte. Habe dann eine willkürliche Ausfahrt genommen und dachte, ich find das Hotel dann ganz leicht. Pustekuchen! Ich war irgendwo am Arsch von Washington im Südosten, also eigentlich am anderen Ende. Gott sei Dank hab ich mir gestern noch den Straßenatlas gekauft, damit ich wenigstens wusste, wonach ich Ausschau halten kann, auch wenn der Anfang nur dummes Rumgefahre war. Irgendwann war ich dann auf einer Straße, die in der Karte eingezeichnet war, bin also mal abgebogen um zu gucken, ob ich so mein Ziel erreiche. Dummerweise war ich nur in die falsche Richtung gefahren, so dass ich auf der Straße bleiben konnte, aber in entgegen gesetzte Richtung ;-) Nach über einer Stunde in Washington DC kam ich dann endlich auf die 16th Street NW, auf der mein Hotel war. Das habe ich dann relativ zügig gefunden. Auto in der Seitenstraße abgestellt und erst mal rein. Die Frau an der Rezeption war echt nett und hat mir gesagt, dass ich das Auto direkt vor dem Hotel bis Montag kostenlos stehen lassen kann. Perfekt, also noch nicht mal Parkgebühren. Dann hat sie gefragt, ob ich für $10 mehr ein Kingsize-Bett haben möchte. Was soll ich damit? Hab es verneint. Was war ihre Antwort? „Schade, Sie haben es sowieso in ihrem Zimmer.“ – Ich kam mir leicht verarscht vor, aber $10 nicht zum Fenster rausgeworfen ;-) Hab mir dann das Zimmer angeschaut. Zugegeben, es ist richtig klein und in anderen Städten wäre es für den Preis nicht gerechtfertigt. Aber wie gesagt, 1.2 Meilen zum „White House“ entfernt, also direkt Downtown, und nur eine Nacht, also werde ich mich sicher nicht beschweren. Hab kurz die Sachen ausgepackt bzw. in den Rucksack umgepackt, um direkt in die Stadt zu flitzen. Vorher gab es noch Touristen-Informationen und Kartenmaterial an der Rezeption.

Bin direkt zielstrebig zur „National Mall“ gewandert, wo sich der Kern von Washington DC befindet, nämlich das Capitol, das „Washington Monument“ und das „Lincoln Memorial“. Ich musste eigentlich nur der Masse folge, da viele Leute in die Richtung sind. Auf dem Weg noch bei BurgerKing gehalten und dann weiter, kurze Zeit später war es da auch schon. Die Rückseite vom Weißen Haus. Digi-Cam raus und fleißig drauf los geknippst. Dort bin ich links dran vorbei, wo direkt das „Treasury Department“, also die Schatzkammer ;-) Mein Ziel war es eigentlich die Vorderseite vom Weißen Haus aus nicht all zu weiter Entfernung zu sehen, aber leide war da wegen des Independence Days alles abgesperrt, also so dicht ging es nicht heran. Bin dann direkt ins Gebiet der „National Mall“, um mir die Monumente anzuschauen. Dafür musste ich erst mal an einer Sicherheitskontrolle vorbei. Die haben dann meinen Rucksack angeschaut und die Sachen durchsucht. Verboten waren Waffen, Messer, Glasflaschen, Feuerwerkskörper und alles was mit Grillen zu tun hat. Dann war ich also auf dem Gelände und stand auch schon vor dem „Washington Monument“. Weiter ging es in Richtung „Lincoln Memorial“, wo ich aber auch nicht richtig ran bin, sondern nur bis zur Absperrung. Ich wollte nicht wieder raus vom abgesperrten Bereich. Gesehen hab ich’s ja ;-) Jetzt bin ich die andere Richtung gegangen, also wieder am „Washington Monument“ vorbei und Richtung Capitol. Es hat immer etwas geregnet, was jedoch auf Grund der Schwüle mehr angenehm als alles andere war. Bin jetzt mal ins „Nation Museum of Natural History“, wo ich mir anschauen konnte wie die ganze Welt entstanden ist, die Evolution und so weiter und so fort. Da wieder raus und weiter Richtung Capitol. Laut Karten sind es zwischen „Lincoln Memorium“ und Capitol 2.2 Meilen Entfernung. Irgendwann war ich dann angekommen und hab mir das auch mal angeschaut. Da wollte ich dann auch dichter ran, aber die vor dem Eingang der Sicherheitskontrolle war eine ewig lange Schlange. Musste nicht sein, in der Schwüle da noch zu warten. Wenn Zeit ist, versuche ich es morgen noch mal.

Jetzt hab ich einen Abstecher zur „Union Station“ gemacht, wo ich bei der Hotelsuche auch schon mit dem Auto vorbei gefahren bin. Ich denke die „Union Station“ ist sowas wie der Hauptbahnhof. In der Kelleretage konnte man überall essen, Erdgeschoss war mit Klamottenläden versehen und im ersten Geschoss war alles gemischt. Der Zugverkehr in Amerika ist anders als in Deutschland. Während man in Deutschland einfach ein Ticket kauft und einsteigt, gilt hier in Amerika eher Flughafen Feeling, also auch Sicherheitskontrollen, lange warten, usw. Hier war ich jetzt auch fertig. Was jetzt? Noch 3 Stunden Zeit bis das Feuerwerk um 9.20pm offiziell anfängt. Bin auf einem anderen Weg wieder zurück zur „National Mall“ und hab mir alles noch mal angeschaut, andere Wege probiert und irgendwie die Zeit totgeschlagen.

Dann war es 9.10pm, als die erste Rakete in den Himmel geschossen worden ist. Es ging los! Die Masse hat wie wild gejubelt. Dann ging es richtig los. Es hat geballert wie sonst was, das Feuerwerk war einzigartig. Unser Silvester war ein WITZ dagegen. In allen Variationen, in allen Farben, mal schnell, mal langsam, mal laut, mal leise ging es 15 Minuten lang richtig zur Sache. Die Feuerwerkskörper wurden vom „Reflecting Pool“ welcher sich zwischen „Washington Monument“ und „Lincoln Memorial“ befand. Der Abschluss vom Feuerwerk war wirklich der Oberhammer, da hat es wirklich ohne eine einzige Pause nur noch so vor sich hingeknallt, der Himmel war von Tageslicht kaum noch zu unterscheiden. Wahrscheinlich werden die Bilder nicht das wiedergeben können, was ich dort erlebt habe. Ich bekomm’ jetzt beim Schreiben schon wieder Gänsehaut. Das werde ich wohl nie vergessen!

Im leichten Nieselregen bin ich dann zurück zum Hotel, wo ich erst mal duschen musste. Schweisstreibende Angelegenheit die ganze Latscherei.

Für den morgigen Tag überleg ich mir noch was spannendes, aber das wird wohl eher eine Spontanaktion werden. Hab gerade mal nachgeschaut: 172 Bilder heute gemacht. Wie ist das denn gekommen? Wird wahrscheinlich viel doppelt sein und viele Bilder auch einfach nur Müll. Ich hoffe ich schaffe es bald, diese dann hochzuladen.

Bilder:


Sweet Home Alabama…

Juli 1, 2008

Es gibt tolle Neuigkeiten. Gestern angedeutet und heute Tatsache: Mitte Juli geht es für ein paar Tage nach Alabma. Ein Kunde dort migriert seine komplette IT-Infrastruktur und welchen kleinen Helfer nehmen wir mit? Richtig, den BA-Studenten. Die Gegend soll wohl tot sein, rund um den Standort kaum eine größere Stadt, 30 Minuten entfernt unsere Unterkunft in „Little Rock“, Hauptsache wir verdoppeln dort nicht die Einwohnerzahl wenn wir da zu viert die Downtown stürmen ;-)

Nach Ankunft im Apartment gleich mal nach Hause telefoniert und anschließend mit dem Kaufwillen ins BrierCreek Shopping Center. Bei DICKs Sporting Goods habe ich nichts gekauft, aber einige Sachen im Hinterkopf behalten. Hier gab es tolle Lauf-Klamotten und das ein oder andere nette T-Shirts. Eins habe ich anprobiert, war aber zu groß und kleiner gab’s das leider nicht. Jetzt bin ich noch in Richtung ROSS: Dress For Less gestiefelt um zu gucken, was es hier zu holen gibt. Tatsache war, dass der Land recht groß und die Gänge zwischen den Kleiderständern eng waren, aber die Ware darauf war gut. Markenklamotten soweit das Auge reicht, und die Preise deutlich unter dem Marktpreis bei uns in Deutschland. Hab ein paar Sachen mit in die Umkleide genommen und mich am Ende für ein Tommy Hilfiger Polo-Shirt entschieden. Hat lediglich $19.99 gekostet, mit Sales Tax bin ich dann knapp über $21 leichter und ein Polo-Shirt reicher zurück zum Apartment gefahren. Werde jetzt aber erst mal nicht mehr viel kaufen, da ich hier hauptsächlich auf das große Shopping-Outlet-Center in Smithfield hoffe.


Erste Jogging-Tour und Wasch-Session

Juni 30, 2008

Auch dieser Montag geht jetzt bald zu Ende. Ich war noch mal bei LowesFood und habe dort recht viele Sachen eingekauft. Wie immer war das Personal verdammt freundlich. Da ich nach dem Einkauf noch joggen wollte, hatte ich die Klamotten schon mal angezogen. Ich stand also vor der riesen Auswahl an Cola-Sorten, und da wurde ich auf Grund meiner Kleidung von einem Typen angesprochen. Er hat gefragt, ob ich direkt auf’m Sprung zum Sport bin. Hat gefragt, was ich so mach, woher ich komm’ und was für Sport ich so treibe. Er ist auch neu und vergeblich auf der Suche nach Leichtathletik Kompanen. Damit konnte ich ihm natürlich nicht dienen. Anschließend noch etwas Smalltalk über die UEFA Europameisterschaft gehalten und dann weiter eingekauft – sein falsches Mitleid für Deutschland hätte er sich allerdings sparen können ;-)

Wieder zu Hause angekommen konnte ich die gewaschene Wäsche aus der Waschmaschine holen. War die erste Wäsche hier und ich war gespannt, ob ich die Sachen danach noch benutzen konnte. Aber der erste fachmännische Blick brachte Erleichterung. Jetzt den ganzen Krempel in den Trockner gesteckt (ja, aufhängen war gestern, die Bude hat ein Wäschetrockner ;-) ) und auf ging es zum joggen. Bin völlig planlos gestartet und wollte erst mal nur was von der Community hier sehen. Es ist schon der Wahnsinn, was hier für Bauten und für Autos in der Front stehen. Muss nächstens die Kamera mal mitnehmen und Bilder machen. Nach 45 Minuten bin ich dann wieder im Apartment angekommen. Dachte die schwüle Luft würde mir mehr zu schaffen machen, aber so schlimm war es gar nicht ;-) Noch anschließend die Wäsche aus dem Trockner geholt. Hee, der Wahnsinn sag ich euch. Ich hab mich ja mental auf die Bügellei eingestellt, aber das war unnötig. Die Wäsche kam so schön weich und glatt aus dem Trockner. Zusammengelegt, in den Schrank, und Feierabend ;-)


USA Baby!!

Juni 22, 2008

Das war sie also, die erste Nacht in diesem riesigen Bett. Musste leider zwischendrin um 6:00Uhr aufstehen, damit ich pünktlich mein Antibiotika nehmen konnte.

Hab jetzt erst mal geschaut ob in dem W-Lan auch alle für VoIP nötigen Ports offen sind, damit ich mit meiner Festnetznummer telefonieren kann. Juchu, funktioniert. Also erst mal in Deutschland angerufen um zu berichten, dass alles gut gelaufen ist. Am frühen Nachmittag musste ich mich dann auf den Weg machen um Essen zu besorgen, bis auf kleine Snacks war in der Wohnung nämlich nichts. Rin in’s Auto und auf zum Walmart…sollte man denken. Wo war er hin? Bin das Shopping Center einmal hoch und einmal runter abgefahren, aber irgendwie war der Walmart weg. Komisch, gester war er noch da. Ich also wieder zurück ins Apartment um Mr. Google zu fragen, wo dieser blöde Walmart ist. Ahhhhh…das Shopping Center geht hinter einer großen Hauptverkehrsstraße weiter. Das muss mir doch einer sagen, habe da wohl geträumt als Ryan den Weg gefahren ist. Zweiter Versuch. Da war, der lang ersehnte Walmart. Mit Einkaufswagen und Einkaufsliste bestückt, ging es also zum ersten Mal einkaufen. Aber mal eben 10 Minuten hin und wieder raus war nicht. So ein riesen Einkaufsmarkt habe ich in meinem Leben noch nicht gesehen. Bis ich die ersten Punkte von meiner durchschnittlichen Einkaufsliste hatte, verging einige Zeit. Hochgerechnet wäre ich in zwei Wochen nicht fertig gewesen, aber man hatte schnell Übung ;-)

Wieder im Apartment angekommen musste ich erst mal den Backofen einweihen, Pizza stand auf der Speisekarte. Zugegeben, die Pizza hat Kacke geschmeckt. Abends fing’ es an zu regnen und ich hab mich dann noch mal ins Auto gesetzt, um den Weg zur Firma abzufahren und Routine zu bekommen. Nach einigen verpassten Ausfahrten und Umwegen war ich da: Morrisville, 430 Davis Drive, North Carolina. Kurz das Gebäude angeschaut, Bilder gemacht und wieder heim gefahren. Hier noch etliche Male verfahren, aber irgendwann dann auch angekommen.

Die Wohnung befindet sich gleich um die Ecke vom Airport, maximal 8 Minuten mit dem Auto entfernt. Aber die Lautstärke hält sich in Grenzen. Schlimmer sind da die Frösche. Ja, Frösche! Vor dem Haus ist ein kleiner See, Tümpel, Pfütze, whatever. Fernseher im Apartment funktionieren nicht (ja, Mehrzahl, Schlafzimmer UND Wohnstube, Baby ;-) ), da keine Kabel angeschlossen waren. Internet war auch nur über W-Lan möglich, da die RJ45-Buchse hinter dem Fernseher nicht funktionierte und es keine andere Anschlussmöglichkeit gab. Aber ich kann morgen noch in der Firma fragen, wie das funktioniert um warum keine Kabel da sind.

Jetzt erst mal den Abend gescheit ausklingen lassen ;-)

Bilder: